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Chantal ist heute zu Besuch bei mir im Atelier. Wir wollen die alte chemische Fabrik in Uetikon unsicher machen. Nichts Gefährliches, - sondern mit Pinsel und Farben. Wir wollen die Kreativität so richtig zum Brodeln bringen, und das ehemalige, weitläufige Fabrik-Areal

bietet dafür viel Inspiration.







Aus dem Stegreif stellen wir uns gegenseitig eine Aufgabe. Chantal ist fasziniert von einem Kran beim See. Ein breites Lachen erscheint auf ihrem Gesich. "Corina, stell dir vor, du hängst dort oben an diesem Kran (es hat ein Seil an dem ein Haken befestigt ist) ... stell dir also vor, du hängst da oben an diesem Haken. Wie fühlt es sich an? Kannst du das künstlerisch ausdrücken?"


Ich seufze, und dann muss ich lachen. Es ist wirklich alles möglich bei ihr. Aber kurz darauf stellt sich ein tolles Gefühl ein - ich stelle mir vor wie ich da oben in der Luft hänge und das Gefühl geniesse, zu Schweben. Ich überlege nicht lange und greife zu Block und Wasserfarben. Langes Überlegen hemmt die Kreativität. Es ist besser, einfach die Hànde machen zu lassen.

Schnell wird das Bild gemalt. Ich staune wieder einmal - wie mit einer simplen Inspiration ein Bild entstehen kann - das ich sonst nicht gemalt hätte. Toll wie man immer wieder in die eigene Intuition eintauchen und sich von ihr leiten lassen kann.

Denn auf diese Weise stellen sich viele Fragen gar nicht - z.B. "Was soll ich malen"? Welche Farben nehme ich? Wieso mach ich das jetzt?" etc., etc. Wenn wir uns mit einem Gefühl verbinden wie durch diese Inspiration durch Chantal, kommt es wie von selbst aus uns heraus. Genial!






Nun ist Chantal an der Reihe. Es wird mir bewusst, dass auch das Suchen einer "Aufgabe" ein sehr kreativer Vorgang ist, der viel Spass macht. Das Areal ist reich an vielen verschiedenen Farbtönen - abbröckelnde Oberflächen, Wände, Rohre ... das macht den Fabrik-Charme aus. Ich bitte Chantal, sich die Farben um uns herum genau wahrzunehmen, und sich dann daraus eine Farbenpalette aus 3 Tönen zusammenzustellen und mit dem Handy aufzunehmen. Für einmal wird die Farbe also nicht einfach aus der Tube gedrückt, sondern in unmittelbarer Umgebung wie mit einer imaginären Pipette aufgenommen. Auch so kommt man auf Neues, Spannendes.

Zurück im Atelier, stellt sich Chantal ihre Farbpalette real zusammen und erlebt eine neue Mal-Erfahrung - nämlich mit Farben zu malen,

die sie sonst niemals gewählt hätte.













https://chantalart.com/






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