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KÜNSTL*ERLEBEN 9 | Pflanzen-Magie im Seleger Moor!

Es ist wieder soweit - pack die Malstifte ein und kommt mit uns

ins zauberhaft schöne Seleger Moor!




Mitte Mai herrschten noch immer winterliche Temperaturen in unseren Breitengraden. Und kurz bevor dieser Sommer explodierte, machten Chantal und ich uns auf den Weg zum Seleger Moor.

Für beide war es der erste Besuch in diesem Natur-Juwel im Knonauer Amt. So traten wir mit unserem der Kälte entsprechenden Zwiebel-Look gespannt ein in diesen paradiesischen, weitläufigen Garten und versuchten uns erstmal einen Überblick zu verschaffen. Was gar nicht so einfach war, denn wir stiessen weder an eine Grenze noch erkannten wir ein «Weg-System». Umso schöner fand ich es, mich einfach treiben zu lassen und zu verlieren in diesem Labyrinth an blühenden Rhododendren, Azaleen, Pfingstrosen und vielen weiteren, mir unbekannten Pflanzen in den schönsten Pastell- und auch kräftigeren Farbtönen. Wir bestaunten die fantastischen Farbkombinationen der Blüten, verschlungene und exotisch anmutende Baumstämme, verwunschene Weglein und märchenhaft angelegte Teiche, gefüllt mit Seerosen.

Die sinnliche Natur im Seleger Moor vermochte uns sofort in ihren Bann zu ziehen und uns zu verschiedenen kreativen Aufgaben zu inspirieren!



Aufgabe 1

Die erste Aufgabe ist in drei Teile gegliedert. Das klingt komplizierter als es ist ... lass dich darauf ein und du wirst dich entfalten und wandeln können. Für mich führte diese Aufgabe zu einem völlig überraschenden Ausgang, doch mehr wird erst später verraten : )


««Beginne zuerst mit einer Intention, während du durch den Park spazierst. Sinniere ein wenig: Was möchte in deinem Leben noch mehr wachsen, mehr erblühen?

Die Pflanzen unterstützen dich dabei, deine Intention im Inneren zu erspüren und zu verankern.

Wenn du deine Intention gefunden hast, merkst du sie dir, aber lege sie etwas zur Seite.


Dann gehst du weiter auf deinem Weg. Beobachte die vielfältigen Farbtöne in der Natur und wähle für dich eine Farbpalette von mindestens 5 Farben. Du kannst sie mit dem Handy fotografieren oder mit Stiften Farb-Notizen machen.


Dann suchst du dir einen Arbeitsplatz aus, an dem du dich wohl fühlst und du dich etwas ausbreiten kannst. Du kannst jetzt beginnen mit deiner Farbpalette zu gestalten. Was für eine Form haben die einzelnen Farben für dich, welche Bewegung und Dynamik der Farbe nimmst du wahr? Experimentiere damit!

Es geht also nicht darum, Pflanzenformen zu malen, sondern du entwickelst lediglich spontane Formen aufgrund der ausgewählten Farben.


Wenn das getan ist, schaust du das Bild mit einem weichen Blick an, und suche dir dann etwas das dir entgegenkommt, so wie wenn du in die Wolken schaust und sich dir darin transformierende Formen zeigen.

Dies kannst du in einem zweiten Teil für dich herausarbeiten.»


Diese Aufgabe hat mich völlig aus meinen gestalterischen Mustern herausgerissen. Ich fand es spannend, einmal auf eine ganz andere Art und Weise an das Malen heranzugehen. Das Bild, das ich dann im Verlauf des gestalterischen Prozesses malte, hat für mich eine ganz wichtige Bedeutung erhalten. Niemals wäre ich allein in meinem Atelier auf dieses neue Themenfeld der Tore gekommen.


Ebenfalls war es spannend, das entstandene Bild aus dem Blickwinkel der anfangs artikulierten Intention zu betrachten.

Wow, tatsächlich konnte ich da eine Brücke schlagen.

Meine Intention war es, mehr im Moment zu verweilen –

einfach zu sein wie die Pflanzen.

Die Stille zwischen den leuchtendenToren in diesem arabisch anmutenden Bild waren eine sehr intuitive, stimmige Antwort auf meine Intention, einfach zu sein – im Moment, wo unsere Kraft liegt.





Zur Erholung dieses doch intensiven ersten Teils schlenderten wir weiter, teils auf unterschiedlichen Pfaden. Einfach nochmals eintauchen und Park-Baden! Die Düfte, Farben, Klänge aufsaugen. Sich fallen lassen in die Schönheit des Natürlichen.

Ja, im Moment sein.


Die Vorfreude auf ein warmes Kafi war gross, und etwas stressig war es dann als wir bemerkten dass es keinen geschlossenen Kaffee-Raum gab, sondern alles outdoor betrieben wird im Seleger Moor.

Doch wir blieben tapfer dran und nach einem wärmenden Tee ging es an die zweite Aufgabe:


Aufgabe 2


«Halte Ausschau auf deinem Weg durch den Park nach drei Pflanzenformen, die dich begeistern, sowie nach drei Pflanzenformen, die dir absolut nichts sagen. Achte also ausschliesslich auf Formen – Farben kannst du für eine Weile auf die Seite legen.

Halte die Formen zügig und skizzenhaft fest.

Dann suche dir wiederum einen gemütlichen Ort aus an dem du gut arbeiten kannst.

Beginne zu zeichnen, in dem du die verschiedenen gesammelten Formen miteinander kombinierst:

Skizziere zügig auf 9 Blättern.

Auf jedem Blatt kombinierst du die gesammelten Formen nach Belieben

Arbeite zuerst ein- und zweifarbig.

Danach kannst du das Bild nach Belieben weiterentwickeln.

Viel Spass dabei!»



Auch diese Aufgabe führte uns zu neuen Lösungen und inspirierte, kreativ neue Wege zu beschreiten. Diese Aufgaben dienen uns, repetitive Handlungweisen beim Malen und Gestalten zu durchbrechen und etwas Neues zu erleben.

Ich kann dir nur ans Herz legen, die Übungen selbst auszuprobieren – du wirst nicht enttäuscht werden.





Ich kann euch einen kreativen Besuch im Seleger Moor wärmstens empfehlen. Es war so toll, dass wir über 4 Stunden lang der Kälte trotzten und im Park arbeiteten. Und umso schöner war es danach, wieder an die Wärme zu kommen.

Momentan sollen die Seerosen besonders schön blühen.














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